Was Ist Community?

Für mich ist das Ziel einer Community, gemeinsam ein „Ganzes“ zu erschaffen. Als Musiker und vor allem als Dirigent strebt man an, die verschiedenen Musiker zusammen zu bringen, gemeinsam zu musizieren, die Bühne und den Raum miteinzubeziehen, und auch das Publikum zu involvieren. Eine Art Gesamtkunstwerk. Der Dirigent kümmert sich um die Organisation dieses großen Ganzen, ist aber auch gleichzeitig ein Teil davon. Jeder hört und reagiert auf die anderen. Wir interagieren alle miteinander und kreieren das Werk gemeinsam.

Antoine Rebstein

Community bedeutet für mich ein bewusst organisiertes Geflecht aus Beziehungen zwischen Menschen, die sich zusammengehörig fühlen. Sei es aufgrund gemeinsamer Erlebnisse – beispielsweise von Diskriminierungs- und Leidenserfahrungen – oder gemeinsamer Vision von einem besseren Leben. Die Beziehungen sind achtsam und solidarisch und darauf ausgerichtet sich gegenseitig zu unterstützen und zu inspirieren. Community ist mir somit ein Ort an den ich mich zurückziehen kann, an dem ich mich geschützt fühlen darf.

Sabine Kuhn

Community ist für mich die Erweiterung der Familie. Die kulturelle, gesellschaftliche und selbstgewählte Bezugsgruppe, in der ich mich bewege.

Joe Bliese

Community bedeutet für mich Zusammenhalt, an einem Strang ziehen, sich gegenseitig unterstützen aber auch stärken in den Potentialen die man mitbringt.     Füreinander da zu sein in guten aber auch in herausfordernder Zeit. Ganz viel Austausch,  Kommunikation und viel spaß gemeinsam haben.

Bella Garcia

Community braucht konstruktiven Streit und hält diesen auch aus. Gute community feiert zuerst der/die/das Abtrünnige.

Deniz Dilek

Allgemein ist Community für mich so eine Art soziales System mit speziellen Codes, die Menschen, die diese Codes beherrschen, miteinander verbinden. Ich denke es gibt eher Communities als Community. In der Mehrzahl mag ich sie sehr, ich denke an Zusammenschlüsse von marginalisierten und deprivilegierten und tollen Menschen, die sich in Communities gemeinsam und autonom organisieren. Coole Sache, könnte man mehr von brauchen.

Community im Theater an der Parkaue ist für mich etwas sehr Lebendiges, ich assoziiere bunte, irgendwie weiche Bälle von handlicher Größe, die miteinander und allein durch einen hellen, an ihre Größe angepassten Raum hopsen und sich dabei mal schubbern, anstoßen, weiterbringen, gemeinsam Wege zurücklegen. Ich mags!

Sophia Barthelmes

Community bedeutet Halt, Sicherheit, Vertrauen/Selbstvertrauen, das Gegenteil von Einsamkeit

Olad Aden

Community ist ein (nicht unbedingt physischer) Ort an dem ich mich richtig fühle, so wie ich bin; verbunden mit anderen, die ähnliche Visionen haben und wir sind bereit eine Sache mit unseren verschiedenen Stärken voran zu bringen und und zum Leben zu bringen. Wir lassen verschiedene Meinungen und Schattierungen nebeneinander existieren und sehen die Schönheit in der Diversität. 

Christin Busch

Wahrscheinlich gibt es unglaublich viele unterschiedliche Gruppe, die sich über ein Communitygefühl definieren: Die Community der Schulschwänzer oder die Community der Boxbegeisterten oder die Community der Lebenskünstler*innen – keine Ahnung.Ich fühle mich in einer Community wohl, die Stärke gibt, die eine gemeinsame Leidenschaft hat und ansonsten so vielfältig ist wie es eben geht. Sich so sein lässt in den unterschiedlichsten Lebenswelten und-phasen, vielleicht liebevoll und ohne übergriffig zu sein aufeinander aufpasst – so dass jede und jeder die verbindende Leidenschaft – vorübergehend oder lange- leben kann. Vielleicht muss es die auch gar nicht geben, vielleicht reicht es, dass es aus den verschiedensten Gründen ein Zusammengehörigkeitsgefühl gibt.

An Boekman

Community ist Gemeinschaft, etwas Verbindendes. Für uns dürfte das Verbindende Gebärdensprache sein, weil es sich dabei um die Sprache handelt, die wir alle gemeinsam sprechen können. Deswegen spricht man auch oft von der Gebärdensprachengemeinschaft, weil eben nicht nur Gehörlose die Gebärdensprachen sprechen – und Gebärdensprachen im Plural, weil es eben mehrere Gebärdensprachen gibt… aber daneben ist natürlich auch eine ähnliche Einstellung wichtig, die Sprache allein reicht nicht, kann aber ein sehr großer verbindender Faktor für uns sein.

Wille Felix Zanke

Für mich ist das Ziel einer Community, gemeinsam ein „Ganzes“ zu erschaffen. Als Musiker und vor allem als Dirigent strebt man an, die verschiedenen Musiker zusammen zu bringen, gemeinsam zu musizieren, die Bühne und den Raum miteinzubeziehen, und auch das Publikum zu involvieren. Eine Art Gesamtkunstwerk. Der Dirigent kümmert sich um die Organisation dieses großen Ganzen, ist aber auch gleichzeitig ein Teil davon. Jeder hört und reagiert auf die anderen. Wir interagieren alle miteinander und kreieren das Werk gemeinsam. 

Antoine Rebstein

Community ist Gemeinschaft im Großen und Kleinen. Kontexte sehen, in die wir eingebunden sind, diese stärken.Wir sind alle miteinander verbunden, hängen voneinander ab, bedingen uns. Darumist ein fördernder Umgang miteinander für alle gut. Wenn es meinen Mitmenschengut geht, geht es mir auch gut.Es geht um Gleichgewicht und Engagement. Jeder kann etwas beitragen.(Nicht jeder nur für sich! – sondern gemeinsam!)

Camilla M. Fehér
Simons, performt bei der ersten und zweiten ParkKnockLive und lädt dazu sogar seine Oma ein
Walashe, tanzten beim 2. ParkKnockLive, und sind schon ihre eigene Community

Ich würde Community ganz direkt im Sinne einer Gemeinschaft übersetzen, die durch ein bestimmtes Etwas miteinander verbunden ist. Also beispielsweise durch Religion, sexuelle Vorlieben oder ethnische Zugehörigkeit. aber auch ein gemeinsames Hobby oder einen Beruf. In diesem Sinne fühle ich mich als freier Choreograf und Performer z.B. als Teil einer Berliner und auch internationalen Community für zeitgenössischen Tanz, auch weil ich seit 20  Jahren in diesem Umfeld arbeite und sich dadurch viele künstlerische Verbindungen und Freundschaften ergeben haben.    

Community hat für mich viel mit Identität zu tun, und ist dadurch für mich auch ambivalent: einerseits als gemeinsame Kraftquelle und Orientierungspunkt, aber andererseits gibt es immer auch die Gefahr,  die Bestätigung der eigenen Identität, der jeweils eigenen Community über eine Abgrenzung nach aussen zu erreichen.

Insofern liegt eine gewisse Utopie von Community auch in temporären Gemeinschaften jenseits klar abgezirkelter identitärer Grenzen. Möglicherweise, und das ist eine immer wiederkehrende Herausforderung, geht das in der Kunst! 

Hermann Heisig in „3 Fragen an…“
Arddi rappt beim ersten und zweiten ParkKnockLive für die Community
Bita, Zuschauerin beim ersten ParkKnockLive, hat nicht viel mit Kunst zu tun, aber mochte die Open Stage
Teresa, Besucherin des ersten Community Dinners und isst am liebsten Milchreis
Anton und Diego haben beim 2. ParkKnockLive performt und finden Community ist eine gute Serie