Einladung zum Echo Post Paket!

Als Teil des Community- Projekts am Theater an der Parkaue bietet der Tänzer und Choreograf Hermann Heisig einen Theaterclub für tanzbegeisterte Senior*innen an. 

Ab September 2020 begannen wir, uns unter dem Titel Echokörper einmal die Woche zu treffen und nach einem gemeinsamen körperlichen wie stimmlichen Aufwärmen unsere Biografien in Bewegung versetzen, zu rhythmisieren und die jeweils eigene Geschichte in Beziehung zu den anderen zu erzählen. 

Nun, in Zeiten des Lockdowns, verwandelt sich der Echokörper-Theaterclub in etwas neues, zu dem wir sehr herzlich weitere Interessierte einladen: das Echo Post Paket.

Die Idee ist, eine gemeinsame Paket-Kette einzurichten, die analog mithilfe von Bot*innen von Haus zu Haus zirkulieren. An Bord eines jeden Pakets befinden sich jeweils ein Objekt und eine dazugehörige kleine Aufgabe. 

So könnte sich beispielsweise in einem Paket ein Notizbuch und Stifte befinden, verbunden mit der Frage nach Bewegungs- Erinnerungen der frühen Kindheit…eine Polaroidkamera, mit der eine Geste fotografiert werden kann, die mit der Zeit des Erwachsenwerdens zu tun hat.. oder ein Diktiergerät, auf das eine kurze Geschichte über die Mitte des Lebens eingesprochen werden kann.

Nach jedem Beitrag wird das jeweilige Echo Post Paket durch eine Bot*in abgeholt und zur jeweils nächsten Teilnehmer*in nach Hause gebracht. Mit der Zeit entsteht für jedes Paket eine immer weiter wachsende Kette von Assoziationen, Geschichten und Bildern, verbunden mit der Frage: Wenn wir den Körper als Echokammer unseres bisherigen Lebens betrachten, welchen Schwingungen können wir nachspüren? 

Die Echo Post Pakete werden Ende Mai öffentlich präsentiert, sehr gern gemeinsam und mit Publikum, oder auch Pandemie- bedingt als Film. 

Lust mit dabei zu sein? 

Diese Einladung kommt von Hermann Heisig. Wenn ihr mitmachen möchtet oder Senior*innen kennt, die an dem Projekt interessiert sein könntet, meldet euch bei ronja.losert@parkaue.de.

Weitere Informationen zu Hermann Heisig:

Hermann Heisig wurde in Leipzig geboren, wo er sich Ende der 1990er Jahre für zeitgenössischen Tanz zu interessieren begann und zahlreiche autodidaktische Solo-Performances in Galerien und Clubs aufführte. 

Daraus entstand ein eigensinniges Bewegungsvokabular, in dem Heisig Reibungseffekte thematisiert, die Körper in sich, miteinander und im Kontakt zu ihrer Umwelt produzieren. Zuletzt entwickelte Hermann 2018 die Gruppenchoreografie „slave to the rhythm“, eine freie Interpretation rhythmisch-musikalischer Gymnastik nach Emile Jaques-Dalcroze. 2019 entstand daraus das Solo „singing machine“ in den Berliner Sophiensaelen. In Zusammenarbeit mit der Künstlerin, Autorin & Filmemacherin Anna Zett entwickelt er seit 2020 die partizipative Performance Resonanz.

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