3 Fragen an Antoine Rebstein (Orchester-Tanz-Spiel-Projekt)

  1. Wer bzw. was ist Community für dich?

Für mich ist das Ziel einer Community, gemeinsam ein „Ganzes“ zu erschaffen. Als Musiker und vor allem als Dirigent strebt man an, die verschiedenen Musiker zusammen zu bringen, gemeinsam zu musizieren, die Bühne und den Raum miteinzubeziehen, und auch das Publikum zu involvieren. Eine Art Gesamtkunstwerk. Der Dirigent kümmert sich um die Organisation dieses großen Ganzen, ist aber auch gleichzeitig ein Teil davon. Jeder hört und reagiert auf die anderen. Wir interagieren alle miteinander und kreieren das Werk gemeinsam. 

2. Was ist (für dich) das wichtigste um mit einer Gruppe Musik lebendig  werden zu lassen?

Vieles ist in den Partituren und in der Musik vorgeschrieben: Nuancen, Artikulation, Tempi etc. Wie man all dies interpretiert, kann dann jeder selbst entscheiden. Während der Proben wird vieles besprochen und oft genau beschrieben, wie man gerne etwas haben möchte. Vorschriften haben aber ihre Grenzen – was die Musik und die Kunst lebendig macht, ist letzten Endes das Unvorhersehbare und die Überraschung. Man muss das Werk so gut kennen, damit man ständig improvisieren kann: Eine unerwartete Nuance und Schattierung hinzufügen, zwischen den Zeilen lesen, etwas Neues entdecken. Dieses Improvisieren, sowohl in den Proben als auch in den Konzerten, kreiert dann die Überraschung, erweckt das Interesse und das aufmerksame Zuhören. So entsteht das Leben in der Musik! 

3. Im September und August fanden schon unsere Community Dinner statt, bei denen Menschen  aus Lichtenberg ihre Rezepte und Geschichten mit uns geteilt haben. Wenn du als nächstes Koch wärst, welches Rezept würdest du für das Community Dinner kochen (lassen) und warum?

Viele Musiker kochen sehr gerne, und ich auch! Um bei dem Thema Community – gemeinschaftlich etwas zu unternehmen – zu bleiben, würde ich aber gerne ein einfaches Gericht servieren, welches über einen ganzen Abend geht und bei dem man sich auch unkompliziert unterhalten kann. Als Schweizer kann ich da nur ein Raclette oder Käsefondue vorschlagen, natürlich mit einem fantastischen Schweizer Käse! 

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