3 Fragen an An Boekman (Orchester-Tanz-Spiel-Projekt)

  1. Wer bzw. was ist Community für dich?

Community verstehe ich als eine Gruppe, die einem Zugehörigkeitsgefühl vermittelt und eine Kraftspende ist. Wahrscheinlich gibt es unglaublich viele unterschiedliche Gruppe, die sich über ein Communitygefühl definieren: Die Community der Schulschwänzer oder die Community der Boxbegeisterten oder die Community der Lebenskünstler*innen – keine Ahnung.

Ich fühle mich in einer Community wohl, die Stärke gibt, die eine gemeinsame Leidenschaft hat und ansonsten so vielfältig ist wie es eben geht. Sich so sein lässt in den unterschiedlichsten Lebenswelten und-phasen, vielleicht liebevoll und ohne übergriffig zu sein aufeinander aufpasst – so dass jede und jeder die verbindende Leidenschaft – vorübergehend oder lange- leben kann. Vielleicht muss es die auch gar nicht geben, vielleicht reicht es, dass es aus den verschiedensten Gründen ein Zusammengehörigkeitsgefühl gibt.

2. Was ist (für dich) das wichtigste um mit einer Gruppe Musik lebendig  werden zu lassen (ob als Orchester oder einer Gruppe Tänzer*innen)?

Das wichtigste ist, dass diese Musik in den Menschen, die zu dieser Musik tanzen, einen Ort findet. Dass diese Musik eine Art „Verkörperung“ zulässt. Musik kann eine Fremde, eine Freundin, eine Liebhaberin, eine Feindin sein – was bewegt sie in mir, bewegt sie IRGENDETWAS in mir? Ich muss mein Verhältnis spüren, erforschen und ausdrücken wollen. Jede und jeder einzelne in einer Gruppe muss ein eigenes Verhältnis entwickeln dürfen. Und dann muss die Gruppe sehen, wie sie mit diesen Verhältnissen umgehen möchte. 

3. Im September und August fanden schon unsere Community Dinner statt, bei denen Menschen  aus Lichtenberg ihre Rezepte und Geschichten mit uns geteilt haben. Wenn du als nächstes Köchin wärst, welches Rezept würdest du für das Community Dinner kochen (lassen) und warum? 

Ich würde 6 verschiedene Salate, 5 Hummusvariationen, 10 Kuchen und arabische Spezialitäten nach einem Kochbuch aus Israel kochen. Erstens, weil ich dann selber meine beste Gästin wäre und alles super lecker fände und zweitens, weil dann Menschen sich in ständigem Austausch befänden, was denn nun besonders toll ist und kannst du mir vielleicht das mal zum Probieren rüberreichen und auf der anderen Seite des Tisches ist doch noch dieses und was hast du denn da auf deinem Teller…eine kulinarische Überraschung nach der anderen.

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